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Gelly Break

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Gelly Break

Nintendo Switch verfügt dank der Joy-Con über einen riesigen Vorteil. Während man für Mehrspieler-Titel stets einen zweiten Controller benötigte, hat man ihn nun jederzeit parat, solange es die Steuerung zulässt. Davon profitiert auch „Gelly Break“ aus dem Hause ByteRocker’s Games, dessen Herzstück in Form eines kooperativen Abenteuers daherkommt. Ob das Spiel auch überzeugen kann, haben wir für euch herausgefunden. Darüber hinaus erfahrt ihr noch viel mehr in unserem aktuellen Podcast.

Zwei Mal Gelly zum mitnehmen!

Obwohl es einen Modus für Solisten gibt, steht ganz klar das Abenteuer für zwei Spieler im Vordergrund. Dort übernimmt man die Kontrolle eines niedlichen Wesens, das alleine nicht viel mehr kann als sich zu bewegen und zu springen. Das ändert sich, wenn beide Spieler einen Turm bilden, denn dann übernimmt einer die Bewegung, während der andere auf Gegner oder Hindernisse schießen kann. Doch nicht nur das, einige Plattformen können nur von einem der beiden Charaktere betreten werden – es sei denn, man bildet einen Turm und wechselt je nach Farbe die Position. Das Konzept hat man bereits nach wenigen Passagen verinnerlicht, doch in der Luft die Position zu wechseln, während man einen kniffeligen Sprung ausführt und auf Feinde schießt, entpuppt sich auch gegen Ende hin als wunderbarer Spaß.

Ein spaßiger Trip

In den sechs Leveln wird die Zusammenarbeit der Spieler immer wieder auf die Probe gestellt. Gerade in den hektischen Situationen macht man schnell einen Fehler und landet in einem Abgrund. Statt zu frustrieren, lernen die Spieler allerdings aus solchen Fehltritten und jeder wird merken, dass die Absprache im weiteren Spielverlauf immer besser funktioniert, bis man sich irgendwann ohne viele Worte versteht. Diese Art von Kooperation motiviert permanent und erzeugt einen tollen Spielfluss. Da jedes Level neue Elemente mit sich bringt, muss man sich immer wieder umstellen, neue Strategien entwickeln und sich am Ende umso mehr darüber freuen, wenn man jedes Hindernis überwunden hat.

Ob man wirklich gut zusammenarbeitet, wird spätestens in den kreativen Boss-Kämpfen unter Beweis gestellt. Keiner gleicht dem anderen und somit wird man immer wieder überrascht. Zwar geht es durchweg darum, die großen Gegner zu besiegen, die Art und Weise, wie die Umwelt dabei einbezogen wird, sorgt aber für die besten Momente im gesamten Spiel. Diese Kämpfe stellen demnach nicht nur die schwierigsten Passagen dar, sondern dienen zugleich als Belohnung, da man sich immer wieder auf diese freut.

Kurzes Abenteuer

Wer einmal das Ende erreicht hat, hat noch nicht alles gesehen. In jedem Level lassen sich nämlich drei Objekte finden, durch die sich schwierigere Level auswählen lassen, weshalb sich ein zweiter Durchgang lohnt. Bereits zu dem Zeitpunkt wird allerdings klar, dass das Spiel viel zu kurz ist. Das Problem ist weniger, dass man das gesamte Abenteuer in einer Sitzung durchspielen kann, sondern dass der Wiederspielwert nicht gegeben ist. Hat man einmal alle Level gesehen, wird man von den verschiedenen Elementen nicht mehr überrascht und weiß genau, wie man agieren muss. Spielt man hingegen das Abenteuer erneut mit einem Freund, der noch keine Erfahrung damit hat, lernt man nicht mehr zusammen, was den Spielspaß herunterzieht. Die Quantität ist nicht gegeben, doch wie sieht es mit der Qualität aus?

Gewohnt gute Kost

Die Level sind gut gestaltet. Das liegt auch an deren Länge, denn zu kurz sind sie definitiv nicht. Vielmehr nutzen die Macher die neu hinzugefügten Level-Elemente dazu, sie im weiteren Verlauf zu verändern und somit immer wieder neue Herausforderungen zu bieten, zumindest in den meisten Fällen. Ein gutes Beispiel sind die Blitze, vor denen sich das Team schützen muss. Die erste Begegnung mit ihnen ist noch leicht zu überstehen, im späteren Verlauf wird es allerdings immer schwieriger, die sicheren Zonen zu erreichen, was den Nervenkitzel auf ein Hoch treibt. Zwar fühlen sich die meisten Ideen vertraut an, das macht sie allerdings nicht schlechter.

Es gibt auch den erwähnten Einzelspieler-Modus, dieser entfernt aber den spaßigsten Teil des Abenteuers. Stattdessen steuert man durchweg zwei gestapelte Charaktere, die jederzeit ihre Farbe ändern können, um jede Plattform betreten zu können. Da die Koordination zwischen den Spielern fehlt, wird „Gelly Break“ so sehr viel einfacher und die Tatsache deutlicher, dass es sich hauptsächlich um ein Mehrspieler-Abenteuer handelt.

Bunter Charme

Optisch weiß das Spiel mit Charme und vielen Farben zu überzeugen. Auch die Charaktere und Gegner sind schön gestaltet, während die Animationen und vielen Details ein stimmiges Bild ergeben, selbst wenn man auf dem kleinen Bildschirm von Nintendo Switch spielt. Die Musik ist derweil nettes Beiwerk, allgemein wird also ein stimmiges Paket abgeliefert. Die Steuerung funktioniert selbst mit den einzelnen Joy-Con wunderbar und man merkt, dass das Spiel mit diesen im Hinterkopf designed wurde.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

„Gelly Break“ ist ein spaßiger Trip, dessen Stärken sich im Mehrspieler-Modus entfalten. Zusammen wird es selten langweilig, sich abzusprechen und selbst die kniffligsten Passagen zu überwinden, während man die Feinde aus dem Weg räumt. Insbesondere die Boss-Kämpfe stechen als Highlights heraus und rütteln das Gameplay auf. Leider wird das Spiel durch die etwas zu braven Level sowie den spärlichen Inhalt heruntergezogen und wird spätestens nach dem zweiten Durchgang von den wenigsten erneut angegangen. Wer das verkraften kann, erhält ein starkes Mehrspieler-Abenteuer.

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