Nintendo-Online LogoNintendo-Online.de
News
Spiele
Reviews
Forum
AccountSuchen
News
Spiele
Reviews
Forum
Release-Kalender
Previews
Reports
Podcasts
news

Google Project Genie: KI erzeugt 3D-Spielwelten im Test

von

Julija

1. Februar 2026
Nintendo-Online.de Backdrop Image

Google arbeitet derzeit mit Project Genie an einem experimentellen KI-Prototyp, der aus Text- oder Bildvorgaben einfache 3D-Spielwelten erzeugt. Das System basiert auf dem Weltmodell Genie 3 von Google DeepMind und wird zunächst schrittweise für Google-AI-Ultra-Abonnentinnen und -Abonnenten in den USA freigeschaltet. In einem ausführlichen Hands-on berichtet The Verge, dass sich damit kleine Level erstellen lassen, die optisch an Klassiker wie Super Mario 64, Metroid Prime oder The Legend of Zelda: Breath of the Wild erinnern.

Die Funktionsweise ist klar umrissen: Nutzerinnen und Nutzer wählen vorbereitete Szenen oder formulieren eigene Prompts für Umgebung und Spielfigur. Nach kurzer Wartezeit erscheint zunächst ein Vorschaubild, anschließend eine spielbare Version derselben Szenerie. Laut Bericht laufen diese KI-Level in einer Auflösung von etwa 720p mit ungefähr 24 Bildern pro Sekunde. Jede Sitzung ist auf rund 60 Sekunden begrenzt. Gesteuert wird per Tastatur, etwa mit WASD, der Leertaste zum Springen oder Aufsteigen und den Pfeiltasten für die Kameraführung.

Im praktischen Einsatz zeigt sich jedoch, dass das Werkzeug noch weit von einem fertigen Produkt entfernt ist. In einer von Google gestalteten Szene namens „Rollerball“ steuert man eine blaue Kugel durch eine weiße Landschaft, die beim Rollen farbige Spuren hinterlässt. Es gibt allerdings weder Ziele noch Aufgaben, keinen Ton und deutliche Eingabeverzögerungen. Teilweise fehlen zuvor gezogene Farbstreifen in späteren Frames oder die Kugel hört komplett auf, Spuren zu hinterlassen. Der Tester beschreibt, dass er der Darstellung irgendwann nicht mehr vertraute, weil zuvor sichtbare Elemente nicht zuverlässig erhalten blieben.

Eine weitere Testumgebung, „Backyard Racetrack“, bietet einen simplen Rennkurs. Hier empfand der Autor das Fahren zwar als etwas unterhaltsamer, bemängelte aber erneut Input-Lag, grafische Ungereimtheiten wie auffällige Felgen und einen Abschnitt, der plötzlich zu Gras wird und damit die Glaubwürdigkeit der Strecke stört. In manchen Durchläufen ließ sich zeitweise nur noch die Kamera steuern, nicht mehr die Spielfigur. Insgesamt entsteht so der Eindruck einer technischen Demonstration statt eines vollwertigen Spiels.

Besonders interessant fiel der Versuch aus, das System bewusst an seine Grenzen zu bringen. Mit passenden Beschreibungen entstanden Szenen, die Super Mario, Metroid Prime oder Breath of the Wild sehr nahekommen, inklusive einer Sequenz, in der nach einem Sprung automatisch ein Gleiter aktiviert wird. Trotz der Nähe zu bekannten Spielen bleiben diese Welten aber kurze, ziellose Schauplätze ohne Punkte, Fortschritt oder Wertung, in denen man im Wesentlichen nur laufen oder springen kann. Da die Steuerung zudem spürbar verzögert reagiert, lassen sich diese Experimente kaum sinnvoll spielen.

Nicht alle Prompts führten zum Erfolg. Ein Szenario im Stil von Kingdom Hearts mit namentlich genannten Figuren wie Donald, Goofy, Jack Skellington oder Cloud Strife wurde komplett abgelehnt. Nachdem die Namen durch Beschreibungen ersetzt wurden, generierte die KI zunächst ein Vorschaubild mit Charakteren, die den bekannten Figuren sehr ähnlich sahen. Beim Versuch, daraus eine interaktive Version zu erstellen, brach der Prozess jedoch ab. Später unterband das System auch an Super Mario 64 angelehnte Szenen mit dem Hinweis auf Interessen von Drittanbietern.

Gegenüber The Verge ordnet Google Project Genie als Forschungsprototyp ein, der vor allem helfen soll, neue Nutzungsideen zu entdecken. Man wolle beobachten, wie Menschen das Werkzeug tatsächlich einsetzen, etwa zur Visualisierung von Szenen für Filmproduktionen, für interaktive Lernanwendungen oder als Unterstützung in der Robotik. Zugleich betonen Verantwortliche von DeepMind, dass es sich noch nicht um ein Produkt für den alltäglichen Gebrauch handelt.

Als Trainingsgrundlage für das zugrunde liegende Modell nennt Google überwiegend öffentlich verfügbare Webdaten. Das erklärt zum Teil, warum die KI in bestimmten Situationen typische Elemente aus bekannten Spielen nachahmt. Im Fazit kommt der Bericht zu dem Schluss, dass Project Genie zwar Fortschritte gegenüber früheren KI-Welten zeigt und kurzfristig unterhalten kann, in puncto Steuerung, Zuverlässigkeit und Tiefe der Spielinhalte jedoch deutlich hinter klassisch entwickelten Spielen und interaktiven Erfahrungen zurückbleibt. Von einer echten Alternative zu handgemachten Games ist die Technik nach aktuellem Stand noch weit entfernt.

theverge.com

Weitere Meldungen

news

Google Project Genie: KI erzeugt 3D-Spielwelten im Test


news

Dispatch: Studio reagiert auf Nintendo-Statement zur Switch-Zensur


news

Apex Legends: Switch-Version wird im August 2026 eingestellt


news

Tonies und Pokémon stellen erste Produkte auf der Spielwarenmesse Nürnberg vor


Trending

News

Tonies und Pokémon stellen erste Produkte auf der Spielwarenmesse Nürnberg vor

30. Januar 2026
12

News

Gamescom 2026: Tickets kaufen – Preise, Vorverkauf und Tipps

25. August 2025
0

News

Dispatch: Studio reagiert auf Nintendo-Statement zur Switch-Zensur

31. Januar 2026
7

Episode

Beben bei Ubisoft & 1000 €-Konsolen? – Savegame #49

1. Februar 2026
0

Nintendo-Online.de
RSSFacebookInstagramYouTubeDiscordBlueskyMastodonThreads
News|Spiele|Reviews|Reports|Previews|Forum
|Impressum|Datenschutz
© 2026, Nintendo-Online.de – alle Rechte vorbehalten.Hier spielt Vielfalt Unterstützer Logo