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Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition im Test für Nintendo Switch 2
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Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition im Test für Nintendo Switch 2

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Nintendo-Online

27. Mai 2026
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Die „Tales of”-Reihe ist so etwas wie das hochbegabte Kind im Bandai Namco-Portfolio. Seit 1995 liefert das Franchise verlässlich JRPGs ab, die mit opulenten Charaktergeschichten, dynamischen Echtzeit-Kämpfen und einem unverkennbaren Anime-Charme punkten. „Tales of Arise” markierte 2021 einen echten Wendepunkt: Mit der Unreal Engine 4, einem neu entwickelten Kampfsystem und einem emotional aufgeladenen Zweiwelten-Szenario setzte Bandai Namco den bisher ambitioniertesten Teil der Reihe in die Welt, wurde bei den Game Awards 2021 zum besten RPG des Jahres gekürt und avancierte zum besttverkauften Ableger der Serie. Fast fünf Jahre später landet das Ganze nun auch auf der Switch 2. Wir haben uns angeschaut, ob der Port auf Nintendos neuer Plattform überzeugen kann.

Zwei Welten, ein Problem

Seit über 300 Jahren herrscht der Planet Rena über Dahna, plündert dessen Ressourcen und raubt den Menschen Würde und Freiheit. In diese Welt werden Alphen und Shionne geworfen. Er: ein maskierter Mann ohne Erinnerungen, der keinen Schmerz spürt. Sie: eine Frau, die jeden bei Berührung mit unerträglichen Schmerzen bestraft. Ein denkbar unfreiwilliges Dream-Team, das sich dennoch zusammenraufen muss, um die Lords von Rena zu Fall zu bringen.

Was sich anfangs nach vertrautem Anime-Bingo anfühlt, entfaltet sich im Laufe der Stunden zu einer Geschichte mit echter emotionaler Wucht. Schlüsselmomente werden in Animationen von Ufotable erzählt, dem Studio hinter „Demon Slayer”, und das sieht entsprechend atemberaubend aus. Allerdings zieht sich die Geschichte an manchen Stellen merklich länger hin als nötig, und einige Wendungen im späteren Verlauf wirken weniger verdient als erhofft.

Kämpfen macht Spaß. Zumindest bis die Gegner zum Schwamm werden.

Das Kampfsystem gehört zur absoluten Stärke des Spiels. Angriffe, Ausweichrollen und Spezialattacken der bis zu sechs Charaktere greifen in einem fließenden Echtzeit-System ineinander. Man baut Combos auf, hält Gegner in der Luft, kombiniert die Stärken verschiedener Figuren und schaltet mit der Zeit immer spektakulärere Team-Attacken frei. Gerade der Moment, wenn sich das System vollständig entfaltet hat und das gesamte Party-Aufgebot in cineastischen Finishern aufläuft, ist ein echter Hochpunkt.

Weniger erfreulich: Im späteren Spielverlauf werden Gegner spürbar zäher. Selbst gewöhnliche Laufgegner in Dungeons halten bisweilen länger durch, als es dem Spielfluss guttut. Wirklich entscheidender Schaden entsteht oft erst durch die großen Combo-Finisher, was Kämpfe deutlich zäher und mühsamer machen kann anstelle von fordernder, je weiter man im Spiel fortgeschritten ist.

Erkunden, sammeln, staunen

Zwischen den Kämpfen wechselt „Tales of Arise” zwischen linearen Dungeons und halboffenen Erkundungszonen. Letztere sind klar die stärkere Seite: abwechslungsreiche Gebiete mit Ressourcen, optionalen Monsterkämpfen und Nebenquests, die zum Herumstreifen einladen. Die Dungeons hingegen beschränken sich weitgehend auf verwinkelte Gänge voller Gefechte, ohne nennenswerte Rätsel. Ordentlich, aber selten aufregend.

Technisch solide, mit einem Aber

Sowohl im TV-Modus als auch im Handheld-Betrieb läuft „Tales of Arise” in 1080p. Zwischensequenzen laufen oft in 60 FPS, Erkundung und Kämpfe hingegen mit 30 FPS. Das ist spürbar, vor allem für alle, die das Spiel bereits von anderen Plattformen kennen. Ein optionaler Performance-Modus mit reduzierter Auflösung und konstanten 60 FPS, wie es zum Beispiel der RPG-Kollege „Trails in the Sky 1st Chapter“ vorgelebt hat, wäre wünschenswert gewesen

Die Spielwelt selbst sieht trotzdem bemerkenswert aus: Fantasy trifft Science-Fiction, die Umgebungen reichen von roten Felsschluchten bis zu schneebedeckten Berghängen unter funkelndem Sternenhimmel, und das Gefühl von Weite und Spektakel ist durchgehend vorhanden.

Noch mehr Arise gefällig?

Der inkludierte Zusatzinhalt „Beyond the Dawn” umfasst rund 20 zusätzliche Stunden und zeigt, wie die Welt nach dem Finale mit den Folgen umgeht. Neue Mechaniken oder Charaktere gibt es allerdings nicht, und das Potenzial für eine wirklich eigenständige Geschichte bleibt weitgehend ungenutzt. Wer das Basisspiel liebt, bekommt schlichtweg mehr davon. Wer auf einen großen Wurf hofft, wird aber enttäuscht.

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Fazit

0/10

„Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition” ist ein überzeugender Port eines der beliebtesten JRPGs der vergangenen Jahre. Das Kampfsystem macht auch auf der Switch 2 eine Menge her, die Spielwelt sieht bemerkenswert aus, und das Gesamtpaket aus Haupt- und Erweiterungsspiel bietet rund 100 Stunden Spielzeit. Wer bisher noch keinen Zugang zu „Tales of Arise” hatte, bekommt hier den idealen Einstieg ins Franchise, inklusive der Freiheit, die ganze Reise durch Dahna im Handheld-Modus zu erleben. Abstriche in der Technik und im Gameplay sowie eine Geschichte, die gelegentlich länger braucht als nötig, sind dabei verschmerzbar. Für alle anderen gilt: willkommen zurück in Dahna.

Weitere Infos

Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition Cover

Tales of Arise: Beyond the Dawn Edition

Nintendo Switch 2
Publisher: Bandai Namco
Genre: Rollenspiel
USK: ab 12 freigegeben
Release: 22. Mai 2026
Amazonbei Amazon kaufen

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